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Handlevitation — Induktion und therapeutisches Werkzeug

Handlevitation gehört zu den elegantesten Techniken der Hypnotherapie. Eine Hand beginnt, sich scheinbar von selbst zu heben — langsam, unwillkürlich, oft zur Überraschung der Patientin selbst. Dieses Phänomen ist weit mehr als eine eindrucksvolle Demonstration: Es ist ein direkter Zugang zu unbewussten Prozessen.

Warum Handlevitation?

Die Technik verbindet drei Funktionen:

  • Induktion: Das Erleben einer unwillkürlichen Bewegung vertieft die Trance zuverlässig. Die Aufmerksamkeit richtet sich nach innen.
  • Ratifikation: Die Patientin erlebt unmittelbar, dass ihr Unbewusstes aktiv mitarbeitet. Das stärkt die therapeutische Allianz.
  • Therapeutisches Werkzeug: Die Höhe der Hand kann als Skala genutzt werden — für Intensität eines Gefühls, Fortschritt in der Therapie oder als Signalsystem zwischen Bewusstem und Unbewusstem.

Typischer Ablauf

Der Therapeut lädt die Patientin ein, beide Hände locker auf die Oberschenkel zu legen und auf feine Unterschiede zwischen den Händen zu achten. Durch gezielte sprachliche Begleitung — „Vielleicht bemerken Sie ein leichtes Kribbeln, eine Leichtigkeit, eine Bewegung, die von selbst beginnt" — wird die unwillkürliche Hebung angeregt.

Die Kunst liegt in der permissiven Sprache: Keine Anweisung, sondern eine Einladung an das Unbewusste.

Im Grundkurs

Handlevitation wird im 32-stündigen Grundkurs am SIMH ausführlich geübt. Sie ist eine der ersten Techniken, die Kursteilnehmende selbst anwenden — und oft diejenige, die den grössten Eindruck hinterlässt.

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